Wie motiviere ich mein Kind zum Lernen? 5 einfache und schnell umsetzbare Tipps

Februar 18, 2021

Wie kann ich mein Kind motivieren? Das ist eine Frage, die mir oft gestellt wird – nicht nur in der jetzigen Situation! Und ich kann das gut verstehen. Wenn ich als Mutter weiß, dass mein Kind noch viel lernen muss, es immer noch am Handy sitzt und noch nicht angefangen hat – wie soll ich ruhig bleiben wie ein buddhistischer Mönch bei seiner Morgenmeditation?

Smiley oder nicht?

Wir Eltern tendieren dann schnell dahin, unser Kind von außen zu motivieren – also extrinsisch. Da bauen wir ein Wertesystem auf, bei dem mit Smileys festgehalten wird, wenn etwas gut gelaufen ist: Der Sohnemann hat den Müll herausgebracht und die Tochter hat sich ohne Murren an die Hausaufgaben gesetzt? Das ist ein Smiley wert! Ich habe das auch gemacht und oft endete es in Diskussionen, was ‚ohne Murren‘ bedeutet und ob es ‚rechtzeitig genug war, den Müll herauszubringen‘. Auch wurde ich gefragt, ob ‚das Tellerherausbringen‘ nicht auch ein Smiley wert war! So war die Vergabe der Smileys harte Arbeit.

Ehrlich? Mir war es zu kompliziert und zu zeitintensiv darüber zu diskutieren. Ich habe mich dafür entschieden, meinen Kindern zu vertrauen. Die Leitplanken, in denen sie sich bewegen dürfen, habe ich gesteckt und jetzt dürfen sie sich selbstständig darin orientieren. Ist das nicht viel einfacher? Anstatt die extrinsische Motivation, also die von außen, zu erhöhen, lass uns die intrinsische Motivation, also die, die von dem Kind selbst kommt, fördern. Hier meine 5 Tipps zu ‚Wie kann ich mein Kind motivieren?‘:

1. Fehler sind Helfer!

Es sind die gleichen Buchstaben, nur in einer anderen Reihenfolge. Das kann doch kein Zufall sein! Es gibt Schulen, in denen die Fehler gefeiert werden! Denn, nur wer Fehler macht, hat die Chance etwas Neues gelernt zu haben. Klar, idealerweise sollte Dein Kind die Fehler nur einmal machen. Wer keine Angst vor Fehlern hat, ist neugierig und wagt sich an Neues ran – und Neugier ist der Motor der Motivation. Daher: heiße Fehler willkommen!

2. Stärken sehen!

Hand auf’s Herz – wie leicht fällt es uns, das zu sehen, was nicht so gut klappt? Die Dinge, die gut klappen, sind selbstverständlich. Und das ist es nicht! Hier gebe ich den Eltern von ‚meinen‘ Schülern immer eine wundervolle Übung: Bitte nenne mindestens 3 Eigenschaften, die Dein Kind jetzt schon hat und die ihm helfen werden, seinen weiteren Lebensweg erfolgreich zu meistern.‘ Es ist immer wieder schön, die Ergebnisse zu lesen und die Eltern erzählen mir, dass sie ihr Kind einmal aus einer ganz anderen Perspektive gesehen haben.

Jeder ist ein Genie – aber wenn Du den Fisch danach beurteilst ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.

Albert Einstein

3. Mit einem ‚Danke‘ kannst Du Dein Kind motivieren!

Ist es nicht schön, wenn wir ‚Danke‘ hören: für die zusammengelegte Wäsche, für das gekochte Essen, für die Hilfe ei den Hausaufgaben? Und genau so fühlt sich auch Dein Kind! Sag einfach ‚Danke‘ zu Deiner Tochter für das aufgeräumte Zimmer, auch wenn sie es zu einem anderen Zeitpunkt gemacht hat, als Du es Dir vorgestellt hast. Oder wenn Dein Sohn den Tisch deckt –  und vielleicht vergessen hat, die Gläser mit aufzudecken. Durch das ‚Danke‘ fühlt sich Dein Kind gesehen und so kannst Du Dein es motivieren.

4. Gib Deinem Kind Entscheidungsmöglichkeiten!

Ertappst Du Dich manchmal dabei, dass Du Deinem Kind sagst, was es tun soll und wann es die Dinge tun soll? Und manchmal wird Dein Kind bockig und hat absolut keine Lust, das zu tun? Dann sind wir mitten in einem Machtkampf, bei dem es nur Gewinner und Verlierer gibt. Und als Verlierer möchte sich keiner fühlen.

Was hältst Du davon, wenn Du Deinem Kind Wahlmöglichkeiten gibst? So kannst Du es fragen: ‚Möchtest Du jetzt die Hausaufgaben machen oder gleich nach dem Essen?‘ ‚ Möchtest Du Dein Zimmer heute oder morgen aufräumen?‘ Es erfordert Mut von uns Eltern, die Kinder entscheiden zu lassen. Daher gibst Du idealerweise auch nur Wahlmöglichkeiten vor, mit denen Du leben kannst. Die Wahlmöglichkeiten bilden die eingangs erwähnten Leitplanken, zwischen denen sich Dein Kind bewegen und selbst Entscheidungen treffen darf. Sie fördern die Eigenverantwortung und damit die Selbstwirksamkeit. So wächst Dein Kind und es ist motiviert.

5. Erfolge feiern, um Dein Kind zu motivieren!

Feier jeden Erfolg – denn Erfolge machen Lust auf mehr. Wenn Dein Kind merkt, dass es in einer Sache gut ist, dann möchte es, dass dieser Zustand so schnell wie möglich wiederkommt. Dafür sorgt der Botenstoff Dopamin. Daher ist es wichtig, dass die Erfolge gesehen und gefeiert werden! Oft geben wir den Misserfolgen mehr Zeit und vergessen, dass auch die Erfolge gebührend beachtet werden dürfen! Erfolge motivieren!

Gerade in dieser Zeit mit Homeschooling können wir Eltern mit diesen kleinen Tricks und Gesten einen großen Unterschied machen. Manchmal klappt es trotzdem nicht. Dann möchte ich uns Eltern Mut machen, auf unser Bauchgefühl zu hören. Dazu habe ich einen separaten Blogartikel geschrieben.

Wenn Du mehr zum Thema Motivation wissen möchtest, dann hole Dir Dein gratis Workbook MotivationsTurbo. Mit diesem Workbook lernt Dein Kind verschiedene Möglichkeiten kennen, um sich zu motivieren und beginnt so ratzfatz mit den Hausaufgaben. Und wenn Du willst, dann kannst Du mit dem Buch auch Deine Motivatoren besser verstehen!

Lass‘ die Neugier in Deinen Alltag!

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By Trixi Tumert

Moin, ich bin Trixi. Ich habe eine Vision: In dieser gibt es eine Welt voller GerneLerner und NeugierigBleiber. Mein Ziel dabei ist es, dass jeder seinen eigenen Lernweg findet: 'Welche Lernstrategie ist die richtige für mich? Wie, wann und wo lerne ich am besten, so dass mir das Lernen Spaß bringt und ich das, was ich gelernt habe, auch behalte? Was sind meine Stärken?' Bist Du dabei?


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